Lofoten

Nach dem wir die Insel Senja hinter uns gelassen hatte, fuhren wir die 3-4 Stunden bis zu den Lofoten durch. Mit kleinen Stopps zum Einkaufen und Tanken erreichten wir den Beginn der Lofoten. Wir hatten uns einen kleinen Stellplatz im Hafen heraus gesucht. Dort angekommen kochten wir und bearbeitet ein paar Bilder der vergangenen Tage. Zu später Stunde wurde das Wetter dann immer ungemütlicher, und vor allem windiger. So kam es dass wir zum ersten mal auf unserer Reise mitten in der Nacht den Stellplatz wechseln mussten. Wir fuhren nachts um drei so lange, bis wir endlich einen windgeschützten Platz gefunden hatten. Das Wetter begrüßte uns auf den Lofoten also schon mal nicht von seiner Besten Seite. Am nächsten Tag setzten wir unsere Tour dann fort, Richtung Vesteralen.

Vesteralen

Auf den Vesteralen angekommen, suchten wir uns einen Stellplatz in der Nähe von Bleik heraus. Hier befindet sich der 408m hohe Berg Matinden. Diesen hatten wir uns für unsere ersten Wanderung auf den Lofoten herausgesucht. Aber nicht heute, die letzte Nacht hatte Spuren hinterlassen, und so beschlossen wir, einen gemütlichen Abend in Piet zu verbringen.

Wanderung Matinden

Wir stehen früh auf und beschließen das aktuell gut aussehende Wetter zu nutzen, und die 10km lange Wanderung zum Gipfel des Bergs Matinden zu starten. Dort angekommen richten wir unsere komplette Wanderrüstung und schon geht es los. Der Weg war anstrengend und führte entlang mehrere Steinklippen. Wo man auf passen musste nicht auf einem Stein oder matschigem Untergrund auszurutschen, war die Chance ins Schaafskot zu treten dafür umso höher. Nachdem wir die ersten 280 Höhenmeter in einer halben Stunde geschafft hatten, ahnten wir schon böses.

Das Wetter fing an schlechter zu werden und die ersten Regentropfen setzten ein. Wir packten unsere Regenkleidung aus, fest entschlossen auf den Gipfel zu laufen. Hier wäre es jedoch besser gewesen, einfach umzudrehen und die Wanderung abzuhaken. Das Wetter wurde konstant schlechter und je höher wir kamen, desto mehr setzte der Wind ein. Der Regen kam nun angetrieben vom Wind nicht mehr von oben, sondern von der Seite, und peitschte einem ins Gesicht. Aber das sollte nicht das Schlimmste sein. Auf den letzten 50 Höhenmeter zogen plötzlich die Wolken ein, und sorgten dafür, das man schier die eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte. Spätestens jetzt wurde uns klar, wir würden vielleicht den Gipfel erreichen, aber keineswegs mit einer Aussicht belohnt werden.

Es war der Moment gekommen, in dem wir die Vernunft siegen ließen, und die Kehrtwende machten. Wir machten uns also auf den 4,5km langen Rückweg über nasse rutschige Steine bei teilweise bis zu 40% Steigung. Dementsprechend waren wir froh, als wir endlich wieder unten angekommen waren. Völlig durchnässt war uns klar, es muss eine heiße Dusche her. Wir machten uns also auf den Weg zum nächsten Campingplatz, um dort eine warme Dusche genießen zu können. Aber der Campingplatz bot uns noch weitere Vorteile. So war dort ein riesiger Trockenraum, in dem wir unsere komplett durchnässte Wanderausrüstung trocknen konnten. Am nächsten Tag schauten wir uns noch den kleinen Ort Andenes an, welcher sehr bekannt fürs WhaleWatching ist.

Henningsvær und Leknes (Hauptstadt der Lofoten)

Nach dem wir in Andenes weiter gefahren sind stoppten wir einen Tag an einem schönen Stellplatz am Tengelfjord, ehe wir am nächsten Tag nach Henningsvær weiter fuhren. Wir hatten Glück, den in Henningsvær zeigte sich zum ersten mal seit wir auf den Lofoten waren wieder die Sonne. Der schöne kleine Fischerort ist auch bei Surfern sehr beliebt. In einer Bucht auf dem Weg nach Henningsvær herrschte reges treiben, und es versuchten sich mehrere Surfer, auf den doch eher kleineren Wellen.

Wir schauten uns den Ort und vor allem den Aussichtspunkt ganz am Ende des Ortes ein wenig an, und saugten die vorhandenen Sonnenstrahlen auf. Anschließend fuhren wir noch weiter auf die Insel Gimsoya, wo wir gemütlich ein paar Tage verbrachten und Laura und Marc kennen lernten. Wir verbrachten ein paar Tage mit den beiden und schauten uns die Gegend rund um Bostad und Leknes an. Da meistens schlechtes Wetter war, und die Sonne nur selten durch kam, nutzten wir die Tage um Spiele zu spielen, Pläne zu schmieden und einfach mal wieder zu relaxen.

Heimreise

Nach 14 Tage Dauerregen und unglaublich starkem Wind hatten wir die Nase voll von im Auto sitzen und auf besseres Wetter warten und beschlossen die Heimreise anzutretten. Wir nahmen die Fähre von Lødingen nach Bognes, welches zum Straßennetz in Norwegen gehört und fuhren noch bis Sørfold und übernachteten dort einigermaßen windstill. Am nächsten Tag ging die Reise weiter bis nach Mosjøen und so dann immer weiter Südlich bis nach Oslo. Der Regen ließ auf der Straße im Landesinneren auch ein wenig nach. Die Orte an der Küste die wir noch besuchen wollten hätten aber auch Regen gehabt. Also entschlossen wir uns, die Fähre von Langesund nach Hirtshals in Dänemark zu nehmen. Das Wetter hat leider nicht mitgespielt aber wir haben beschlossen einfach nächstes Jahr im Frühjahr nochmal zu kommen und uns Südnorwegen mit Sonne anzuschauen.

Das gute bei so einer Reise ist ja das man seinen Plan immer ändern kann. Wir machen unsere Pläne sowieso am liebsten Wetterabhängig und so geht es jetzt in den Süden. Wir machen noch einen kurzen Umbaustopp Zuhause und dann soll es aber auch gleich weiter gehen.